Übelkeit und Erbrechen betreffen Menschen jeden Alters – von gelegentlichem Unwohlsein nach einer schweren Mahlzeit bis zu anhaltenden Beschwerden, die mit verschiedenen Gesundheitszuständen verbunden sind. Obwohl sich diese Symptome meist von selbst bessern, können sie den Alltag erheblich stören und im Ernstfall zu Dehydrierung oder anderen Komplikationen führen. Die gute Nachricht? Zahlreiche bewährte Methoden – von einfachen Anpassungen des Lebensstils bis hin zu gezielten Heilmitteln – helfen Ihnen, Ihre Beschwerden zu lindern und Episoden vorzubeugen, bevor sie überhaupt auftreten (Harvard Health Publishing).
Egal, ob Sie unter morgendlicher Übelkeit, Reisekrankheit, Verdauungsproblemen oder Schweregefühl nach dem Essen leiden: Wenn Sie Ihre Optionen kennen, können Sie aktiv werden. Einige der wirksamsten Lösungen sind überraschend einfach und sofort verfügbar, andere stammen aus jahrhundertealter Tradition und werden heute durch moderne wissenschaftliche Forschung gestützt (Cleveland Clinic).
1. Tiefes Atmen ausprobieren

Ihr Atemmuster beeinflusst direkt Ihr Nervensystem, darunter das „Erbrechungszentrum“ des Gehirns. Bei Übelkeit verstärken flache oder schnelle Atemzüge das Gefühl noch. Tiefes, bewusstes Atmen aktiviert Ihren Parasympathikus – die natürliche Beruhigungsreaktion des Körpers – und wirkt so den Prozessen entgegen, die zum Erbrechen führen (Johns Hopkins Medicine).
Die Technik ist ganz unkompliziert: Atmen Sie langsam durch die Nase ein und zählen Sie bis vier, halten Sie den Atem vier Sekunden an und atmen Sie dann vier Sekunden durch den Mund aus. Wiederholen Sie diesen Zyklus fünf bis zehn Mal, indem Sie sich ganz auf den Atem konzentrieren. Die Methode wirkt besonders gut, weil sie Entspannung mit Ablenkung kombiniert und schnelle Linderung ganz ohne Vorbereitung oder Medikamente bietet.
Wussten Sie, dass gezielte Atemübungen schon nach kurzer Zeit den Brechreiz deutlich abschwächen können?
2. Weiche Speisen
Wenn Ihr Magen empfindlich reagiert, sind Textur und Verdaulichkeit besonders wichtig. Harte, fettige oder scharfe Speisen verlangen dem Magen viel Energie ab und können Übelkeit und Erbrechen verschlimmern. Weiche, fade Speisen hingegen belasten den Verdauungsapparat kaum und reizen die Magenschleimhaut nicht (Stanford Children’s Health).
Optimale Auswahl: Bananen, Reis, Apfelmus, Toast, Cracker, Naturjoghurt, Brühen, Kartoffelpüree und gedämpftes Gemüse. Diese Lebensmittel sind sanft zum Verdauungssystem und liefern dennoch wichtige Nährstoffe und Energie. Essen Sie langsam, nehmen Sie kleine Bissen, kauen Sie gründlich, um die Arbeit des Magens weiter zu erleichtern. Beginnen Sie mit ein oder zwei Crackern oder wenigen Löffeln Brühe und steigern Sie die Menge, sobald die Beschwerden nachlassen.
Probieren Sie kleine Portionen weicher Speisen, sobald die Übelkeit nachlässt – das erleichtert die Erholung des Magens.
3. Aufgüsse

Warme Aufgüsse beruhigen den Verdauungstrakt auf mehrere Arten: Wärme entspannt Muskelspannungen, Flüssigkeit unterstützt die Erholung, und bestimmte pflanzliche Inhaltsstoffe wirken gezielt gegen Übelkeit. Unabhängig von der Zusammensetzung vermittelt allein das Ritual des langsamen Trinkens psychologische Entspannung (Memorial Sloan Kettering Cancer Center).
Hausmittel gegen Erbrechen sind häufig tee-basierte Aufgüsse: Sie sind praktisch, preiswert und vielseitig. Kamille enthält Wirkstoffe, die Verdauungsmuskeln entspannen; Melisse mit milden antiemetischen Eigenschaften; Pfefferminze fördert die Verdauung und sorgt für Wohlgefühl im Magen (Healthline). Lassen Sie den Tee 5–10 Minuten ziehen, damit sich die wertvollen Stoffe lösen, und trinken Sie ihn langsam in angenehmer Temperatur.
„Ein Teeaufguss beruhigt Körper und Geist und lindert rasch leichte Übelkeit“ – Deutsche Gesellschaft für Ernährung
4. Mehr Flüssigkeit trinken
Dehydrierung entsteht bei Erbrechen sehr schnell, und paradoxerweise verschärft mangelnde Flüssigkeitszufuhr die Übelkeit. Fehlt Ihrem Körper ausreichend Wasser, sinkt das Blutvolumen, gerät das Elektrolytgleichgewicht aus dem Lot und die Verdauung leidet (National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases).
Kleine, häufige Schlucke sind weitaus besser als große Mengen, die einen empfindlichen Magen überfordern. Wasser sollte die erste Wahl sein; viele vertragen aber auch Brühe, verdünnte Säfte oder elektrolythaltige Rehydrierungslösungen besser. Spezielle Rehydrationslösungen sind bei Flüssigkeitsverlust besonders hilfreich, sie ersetzen Wasser und Mineralstoffe (Centers for Disease Control and Prevention). Wenn reines Wasser Beschwerden macht, geben Sie eine Prise Salz und etwas Honig dazu – oder lutschen Sie kleine Eiswürfel, die langsam schmelzen.
Zu wenig Flüssigkeit kann zu Dehydratation führen – vor allem bei Kindern und älteren Menschen muss auf ausreichendes Trinken geachtet werden.
5. Ingwer, Fenchel oder Nelke ausprobieren

Diese drei Gewürze haben sich sowohl in der Tradition als auch in klinischen Studien bewährt. Ingwer enthält Gingerole und Shogaole, die die Weiterleitung von Übelkeitssignalen vom Magen zum „Erbrechungszentrum“ im Gehirn hemmen. Forschungsergebnisse in Fachzeitschriften bestätigen beständig die Wirksamkeit von Ingwer, besonders bei Reisekrankheit und postoperativer Übelkeit (New York Times)… Was hilft bei Erbrechen? führt häufig zu Empfehlungen was man gegen Erbrechen nehmen sollte, und Ingwer gehört zu den erforschtesten natürlichen Möglichkeiten. Experten raten zu einer Dosis von 500 Milligramm zweimal täglich bei chronischer Übelkeit, manche Studien empfehlen 1 Gramm vor bestimmten Veranstaltungen oder Eingriffen (Australian Government Department of Health). Ingwer kann frisch als Tee, in Bonbons, Kapseln oder Pulver konsumiert werden. Fenchel unterstützt traditionell die Verdauung, lindert Völlegefühl und Blähungen (Mayo Clinic). Nelken enthalten Eugenol, das entzündungshemmend wirkt und Beschwerden im Magen lindern kann.
Wenn Sie mit einem pflanzlichen Heilmittel beginnen, starten Sie mit kleinen Mengen und beobachten Sie Ihre persönliche Verträglichkeit, da sie individuell unterschiedlich sein kann. Schwangere und Personen mit Dauermedikation sollten vor höheren Dosen Ihren Arzt fragen, denn manche Wirkungen sind noch nicht ausreichend erforscht (Royal Australian College of General Practitioners).
Ingwer gilt als gut verträglich und kann in verschiedenen Formen eingenommen werden – Tee ist besonders unkompliziert.
6. Zitrusfrüchte und Nüsse
Der frische Geruch von Zitrusfrüchten aktiviert Duftbahnen, die das Übelkeitsempfinden abschwächen (American Academy of Family Physicians). Schon der Duft einer angeschnittenen Orange oder ein Stück Zitrone unter der Nase kann vielen sofort helfen. Neben der Aromatherapie bieten Zitrusfrüchte auch praktische Vorteile: Die Säure regt Speichelfluss und Verdauung an, das Vitamin C fördert das Immunsystem, und in Maßen sind sie schonend für einen empfindlichen Magen.
Ein paar Orangenstücke, ein wenig Zitronensaft in Wasser verdünnt, oder auch das Schnuppern an Fruchtschalen kann schnelle Linderung bringen (British Dietetic Association). Nüsse wie Mandeln absorbieren überschüssige Magensäure – ein Faktor bei mancher Übelkeit – und ihr natürlicher Fettgehalt stabilisiert den Blutzucker, was Schwindel und Unwohlsein durch plötzlichen Energieverlust vorbeugt (EatRight). Eine kleine Handvoll Mandeln oder einige langsam verzehrte Cashewkerne spenden Nährstoffe und helfen gleichzeitig gegen Beschwerden.
Zitrusfrüchte wirken besonders effektiv über den Geruchssinn und helfen manchmal bereits als Aromatherapie.
7. Handgelenk-Akupressur oder Aromatherapie

Akupressur zielt auf den Punkt P6 (Neiguan), etwa zwei Fingerbreiten unterhalb der Handgelenksfalte. In der traditionellen chinesischen Medizin steht dieser Punkt seit über 3000 Jahren im Zentrum antiemetischer Behandlung und wird mittlerweile durch klinische Forschung gestützt (Cochrane).
Akupressurbänder sind eine einfache, nicht-medikamentöse und kostengünstige Lösung (Memorial Sloan Kettering Cancer Center). Studien zu verschiedenen P6-Stimulationen zeigen, dass sogar Bänder mit Kunststoffknopf die Häufigkeit von Übelkeit und Erbrechen deutlich reduzieren können (Fortune Journals). Sie können selbst mit dem Daumen für jeweils eine Minute sanften Druck ausüben, mehrmals am Tag, oder spezielle Armbänder kontinuierlich tragen.
Aromatherapie ergänzt die Akupressur als weitere nicht-medikamentöse Methode. Das Einatmen von ätherischen Ölen wie Pfefferminze, Lavendel oder Ingwer aktiviert Nervenbahnen, die das Übelkeitsempfinden regulieren. Studien zeigen, dass Pfefferminzöl insbesondere nach Operationen und bei Reisekrankheit wirkt. Sie können einen Diffuser verwenden, direkt aus der Flasche inhalieren oder das Öl verdünnt auf ein Tuch geben, das Sie sich vor die Nase halten (NIH National Center for Complementary and Integrative Health).
„Akupressur am Handgelenk ist eine sanfte Methode, um Übelkeit zu mindern.“ – Deutsche Akupunktur Gesellschaft
8. Antiemetische Medikamente
Wenn natürliche Methoden und Änderungen im Lebensstil nicht ausreichen, sind medizinische Therapien erforderlich. Antiemetika wirken auf unterschiedliche Art – einige blockieren Serotoninrezeptoren, andere Histaminwege, wieder andere beeinflussen mehrere Neurotransmittersysteme zugleich. Ihr Arzt wählt das passende Präparat je nach Ursache, medizinischer Vorgeschichte und individuellen Faktoren aus (UpToDate).
Zu den frei verkäuflichen Mitteln gehören Dimenhydrinat und Meclizin, die besonders bei Reisekrankheit und schwindelbedingter Übelkeit helfen. Rezeptpflichtige Medikamente reichen von Ondansetron (bei Chemotherapie oder nach Operationen), Metoclopramid (unterstützt die Magenentleerung) bis hin zu anderen, speziell abgestimmten Präparaten. Antiemetika wirken meist innerhalb von 30–60 Minuten und verschaffen bei starken Beschwerden rasche Linderung (National Cancer Institute).
Über den Einsatz von Antiemetika sollten Sie stets mit Ihrem Arzt sprechen, der Ihre Situation individuell beurteilt, mögliche Nebenwirkungen abwägt und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten ausschließt. Viele profitieren von der zusätzlichen Kombination aus Medikamenten und natürlichen Maßnahmen für einen ganzheitlichen Ansatz.
Antiemetika sollten nur verwendet werden, wenn natürliche Maßnahmen und Hausmittel nicht ausreichen.
| Heilmittel-Typ | Am besten geeignet für | Anwendung | Zeitrahmen |
| Ingwer | Reisekrankheit, morgendliche Übelkeit, postoperative Übelkeit | 500 mg zweimal täglich oder 1g vor Ereignissen | 15–30 Minuten |
| P6-Akupressur | Allgemeine Übelkeit, Reisekrankheit | Druck ausüben oder Armband tragen | 5–10 Minuten pro Sitzung |
| Weiche Speisen | Akute Übelkeitsphasen, Erholung nach Erbrechen | Kleine Portionen, fade Optionen wie Reis oder Banane | Nach 2–3 Stunden ohne Symptome |
| Atemübungen | Akute Übelkeitsepisoden | 4-4-4-Atemmuster, 5–10 Zyklen | Sofortige Wirkung |
| Kräuteraufgüsse | Leichte Übelkeit, Verdauungsbeschwerden | 5–10 Minuten ziehen lassen, langsam trinken | 10–20 Minuten |
FAQ
Wie kann man Erbrechen bei Kindern stoppen?
Kinder erleben Übelkeit und Erbrechen anders als Erwachsene, mit speziellen Ursachen und Behandlungsansätzen. Aufgrund der geringeren Körpergröße trocknen kleine Kinder viel schneller aus; Flüssigkeitszufuhr ist daher besonders wichtig. Zudem fällt es Kindern oft schwer, Beschwerden zu beschreiben oder Medikamente zu nehmen (Children’s Hospital of Philadelphia).
Hausmittel gegen Erbrechen bei Kindern stellen Sicherheit und altersgerechte Verfahren in den Fokus. Bestehen die Beschwerden bei Babys und Kleinkindern länger als ein paar Stunden, sollte umgehend ein Arzt hinzugezogen werden, da die Gefahr der Austrocknung groß ist. Bei älteren Kindern hilft es, die Flüssigkeitszufuhr in kleinen, häufigen Schlucken – Eiswürfel, verdünnte Säfte oder Rehydrationslösungen werden oft besser vertragen als große Getränke.
Ingwer gilt für Kinder ab zwei Jahren in altersgerechten Mengen als sicher. Ein wenig Ingwertee oder -bonbon kann helfen. Fade, weiche Lebensmittel wie Cracker, Toast, Apfelmus sollten erst dann angeboten werden, wenn das Kind 2–3 Stunden nicht mehr gebrochen hat; dann langsam die Menge steigern. Schaffen Sie eine ruhige Umgebung, denn Aufregung verstärkt die Beschwerden – ruhige Beschäftigungen wie Vorlesen oder Malen helfen besser als belebte Situationen.
Medikamente für Kinder sollten nur unter ärztlicher Anleitung verabreicht werden, da ihr Organismus anders reagiert als der von Erwachsenen. Ihr Kinderarzt empfiehlt geeignete Antiemetika, wenn natürliche Maßnahmen nicht ausreichen (NICE).
Kleine Kinder dehydrieren besonders schnell; achten Sie auf ausreichend Flüssigkeit und schnelle ärztliche Hilfe bei länger anhaltendem Erbrechen.
Wie hört Erbrechen schnell auf?

Schnelle Linderung hängt meist davon ab, wie Sie auf den akuten Zustand Ihres Körpers eingehen. Bei wie hört der Brechreiz schnell auf geht es zunächst darum, das Essen und Trinken 15–30 Minuten lang ganz einzustellen, damit der Magen sich beruhigen kann. Nach Abklingen der akuten Phase beginnen Sie langsam wieder mit Flüssigkeit – winzige Schlucke, nicht große Mengen, damit der Brechreiz nicht erneut ausgelöst wird (WebMD).
Auch das Umfeld spielt eine große Rolle. Gehen Sie in einen kühlen, gut gelüfteten Raum, meiden Sie starke Gerüche und legen Sie sich entweder flach oder mit erhöhtem Kopf hin. Vermeiden Sie Stress, denn Angst verstärkt das Übelkeitsempfinden.
Mit gezielten Atemübungen können Sie den Parasympathikus aktivieren und den Übelkeitskreislauf unterbrechen. Akupressurbänder bringen sofortige, nicht-medikamentöse Hilfe, wenn sie zur Hand sind. Bleibt die Wirkung nach 30 Minuten aus, können abhängig von Ihrer Situation rezeptfreie Antiemetika wie Dimenhydrinat helfen.
Gönnen Sie dem Magen nach Erbrechen immer erst eine Ruhepause, bevor Sie wieder trinken oder essen.
Wie bereitet man Tee gegen Magenbeschwerden zu?
Die Zubereitung entscheidet über die Menge der heilenden Inhaltsstoffe im Tee. Verwenden Sie frische, hochwertige Zutaten – frischer Ingwer, getrocknete Kamille oder frische Pfefferminze sind ideal. Für frischen Ingwer verwenden Sie etwa 1 Teelöffel fein gehackt oder gerieben pro Tasse Wasser (MedicineNet).
Bringen Sie das Wasser zum Kochen und geben Sie die Zutaten hinzu. Zarte Blüten wie Kamille mit kochendem Wasser übergießen und ziehen lassen; robusten Ingwer kurz köcheln – 5–10 Minuten – damit sich die Wirkstoffe lösen. Anschließend abseihen und den Tee auf Trinktemperatur abkühlen lassen, denn allzu heiße Getränke reizen einen empfindlichen Magen.
Etwas Honig oder ein Spritzer frischer Zitronensaft verbessern Geschmack und Wirkung; Honig sollte erst zugegeben werden, wenn der Tee etwas abgekühlt ist, da hohe Temperaturen die positiven Eigenschaften zerstören. Trinken Sie Tee langsam, schluckweise – so kann jeder Schluck die Schleimhäute und den Magen beruhigen.
Tee aus frischen Zutaten enthält mehr wirksame Inhaltsstoffe als Beuteltee.
Welche Früchte helfen bei Übelkeit?
Bananen, Äpfel und Zitrusfrüchte sind besonders hilfreich bei Übelkeit. Bananen beruhigen den Magen und liefern Kalium, das beim Erbrechen oft verloren geht. Ihre weiche Konsistenz erleichtert die Aufnahme, wenn der Appetit fehlt, und sie belasten die Verdauung wenig (Verywell Health).
Äpfel – besonders als geriebener, leicht brauner Apfel – enthalten Pektin, das überschüssige Säure bindet und die Verdauung reguliert. Langsam gegessen als Apfelmus oder fein geriebener Apfel lindern sie Beschwerden, ohne das Verdauungssystem zu überfordern. Zitrusfrüchte wirken durch Duft und Inhaltsstoffe, sollten aber nur in kleinen Portionen oder stark verdünnt konsumiert werden.
Vermeiden Sie stark säurehaltige, sehr fettige oder zuckerreiche Früchte bei akuter Übelkeit, da sie die Beschwerden verschlimmern. Wassermelone und Honigmelone versorgen den Körper mit Flüssigkeit und sanfter Nahrung, aber auch hier: in kleinen Mengen essen. Kauen Sie alle Früchte gründlich und nehmen Sie sie langsam zu sich, niemals hastig oder als Saft in großen Portionen.
Essen Sie am besten langsam und in kleinen Portionen – das ist besonders magenfreundlich bei Übelkeit.
Verursachen Gase Übelkeit? Wie werde ich sie los?
Ja, Blähungen und Gas im Verdauungstrakt sind häufige Auslöser von Übelkeit und Beschwerden. Wenn sich Gas im Inneren staut, entsteht Druck, der dieselben Nervenbahnen stimuliert wie Übelkeit. Viele empfinden dies als Schweregefühl oder Druck zusammen mit Übelkeit (Gastrointestinal Society).
Gas kann entstehen durch hastiges Essen, kohlensäurehaltige Getränke, blähende Speisen wie Bohnen oder Kohlgemüse, wenn die Verdauung ohnehin labil ist, oder durch unvollständige Verdauung wegen fehlender Säure oder Enzyme. Bei akuter Übelkeit sollten Sie kohlensäurehaltige Getränke ganz vermeiden und langsam essen, gründlich kauen, um weniger Luft zu schlucken.
Sanfte Bewegung hilft, bestehendes Gas loszuwerden – langsames Gehen, leichte Dehnübungen oder Yoga-Positionen, die die Bauchorgane massieren, fördern den Abgang von Gas. Pfefferminztee hat bewiesene Anti-Gas-Wirkung. Ingwer hilft ebenfalls gegen Gas und Übelkeit gleichzeitig. Vermeiden Sie es, sich direkt nach dem Essen flach hinzulegen, da diese Position Gas im Bauch festhält; bleiben Sie stattdessen mindestens zwei Stunden nach dem Essen aufrecht. Bleiben Blähungen und gasbedingte Beschwerden länger als ein paar Tage bestehen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um andere Ursachen auszuschließen (American College of Gastroenterology).
Anhaltende Blähungen oder stetige Übelkeit sollten stets ärztlich abgeklärt werden.
Wie wurde dieser Artikel recherchiert
Dieser Leitfaden wurde vom Suplint-Forschungsteam mit Daten aus führenden Peer-Review-Studien und anerkannten Gesundheitsorganisationen entwickelt. Unsere Fachleute haben medizinische Forschung von 2020 bis 2025 ausgewertet, um sicherzustellen, dass die Empfehlungen praktisch, wissenschaftlich fundiert und für Leser:innen verschiedener Hintergründe relevant sind. Jede Quelle in diesem Artikel ist anerkannt und spiegelt den aktuellen Stand der Forschung zu Übelkeit und Erbrechen wider. Hinweis: Dieser Text ersetzt keine ärztliche Beratung. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt, bevor Sie Ihre Gesundheit, Ernährung oder Nahrungsergänzung ändern.
Quellen
- Harvard Health Publishing: https://www.health.harvard.edu/diseases-and-conditions/nausea-and-vomiting
- Cleveland Clinic: https://my.clevelandclinic.org/health/diseases/17628-nausea-and-vomiting
- Johns Hopkins Medicine: https://www.hopkinsmedicine.org/health/conditions-and-diseases/nausea-and-vomiting
- Stanford Children’s Health: https://www.stanfordchildrens.org/en/topic/default?id=vomiting-in-children-90-P02201
- Healthline: https://www.healthline.com/nutrition/natural-remedies-for-nausea
- Mayo Clinic: https://www.mayoclinic.org/diseases-conditions/indigestion/in-depth/indigestion/art-20046454
- Royal Australian College of General Practitioners: https://www.racgp.org.au/clinical-resources/clinical-guidelines/handi/handi-interventions/other/ginger-with-vitamin-b6-for-nausea-in-pregnancy
- Cochrane: https://www.cochrane.org/evidence/CD003281_what-are-benefits-and-risks-different-wrist-pc6-acupoint-stimulation-techniques-preventing-nausea
- NIH National Center for Complementary and Integrative Health: https://www.nccih.nih.gov/health/peppermint
- National Cancer Institute: https://www.cancer.gov/about-cancer/treatment/side-effects/nausea
- Health Direct: https://www.healthdirect.gov.au/vomiting
- American College of Gastroenterology: https://gi.org/topics/nausea-and-vomiting/